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Samstag, 24. Februar 2024

Der Zürcher Finanzunternehmer Artan Qelaj zu dem spannenden Markt der alternativen Anlagen

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Zürich (ots) –

Einige der besten Anlagechancen und Diversifizierungsvorteile warten abseits von Banken und Börsen. Private-Equity-Unternehmer Artan Qelaj stellt sich im Interview einigen Fragen zu Privatmarktanlagen.

Das vergangene Jahr hat Anlegern deutlich vor Augen geführt, dass aus herkömmlichen, also an den öffentlichen Märkten gehandelten Vermögenswerten bestehende Portfolios nicht wirklich ausreichend gegen Marktabschwünge abgesichert sind. Der traditionelle Anlagemix aus Aktien und Anleihen, der nach landläufiger Meinung ein ideales Risiko-Rendite-Profil bietet, versagte in einem Szenario, in dem Aktien- und Rentenmärkte im Gleichlauf abstürzten. So wurde 2022 für jene, die ausschließlich auf konventionelle Assets gesetzt hatten, zu einem der schlechtesten Anlagejahre seit Langem. Doch es gibt einen enormen Markt mit aussichtsreichen Investitionschancen und vielseitigen Diversifizierungsmöglichkeiten, den viele Anleger ignorieren: alternative Investments. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erläutert der Zürcher Finanzunternehmer Artan Qelaj, worum es sich bei diesen Anlageformen handelt und wo die Chancen liegen.

Guten Tag, Herr Qelaj. Man hört immer häufiger, dass eine echte Risikostreuung mit traditionellen Anlageklassen nicht mehr zu erreichen ist. Das vergangene Jahr dient vielen dafür als Musterbeispiel wie aus dem Lehrbuch.

Artan Qelaj: Das stimmt, 2022 war für Anleger, die auf die stabilisierende Wirkung einer Portfolio-Zusammenstellung aus Aktien und Anleihen vertraut hatten, ein echter Weckruf. Sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte erlebten Verluste in historischem Ausmaß und machten deutlich, dass die Vermögenswerte der öffentlichen Märkte eben doch nicht so unabhängig voneinander sind wie oft angenommen.

Wie sieht denn dann die Alternative aus?

Artan Qelaj: Eine Ausweichmöglichkeit besteht in einer Form der Kapitalanlage, die das Wort „Alternative“ bereits im Namen trägt: alternative Investments. Dabei handelt es sich um einen Oberbegriff für eine Vielzahl von Anlageformen, die eines gemeinsam haben: Sie werden nicht über die öffentlichen Vertriebswege, also Banken und Börsen gehandelt. Deshalb werden sie auch oft als Privatmarkt-Anlagen bezeichnet. Dadurch, dass sie nicht Teil der öffentlichen Kapitalmärkte sind, korrelieren Sie auch kaum mit den dortigen Vermögenswerten. Genau diese unabhängige Wertentwicklung wird für eine gute Risikostreuung benötigt. Und eine derartige Diversifikation ist gefragt, wenn man sein Portfolio für alle Marktphasen gut gerüstet wissen will – eben auch für Szenarien wie 2022.

Worin liegen neben den Diversifikationsvorteilen die Vorzüge von einem Investment in alternative Assets?

Artan Qelaj: Über die Nutzung als Diversifikationsinstrument hinaus profitieren Anleger von zwei weiteren strukturellen Vorteilen der Anlageklasse: den überdurchschnittlichen Renditen und der geringeren Volatilität. Denn alternative Assets weisen starke risikobereinigte und absolute Renditen auf und sind weniger schwankungsanfällig als ihre Pendants an den öffentlichen Märkten.

In der öffentlichen Wahrnehmung gelten alternative Anlagen aber noch immer als wenig zugänglich.

Artan Qelaj: Ja, leider, denn im Endeffekt sind alternative Anlagen gar nicht schwer verständlich, und auch nicht übermäßig kompliziert. Mittlerweile nicht mehr kompliziert, muss man dabei sagen, denn lange gab es einige Hürden für Privatanleger, die hier investieren wollten. Doch immer mehr Finanzdienstleister bieten auch kleineren Anlegern die Möglichkeit, sich in den privaten Märkten zu engagieren. Mein Unternehmen in Zürich zähle ich zu diesen Anbietern, die der sogenannten Demokratisierung von Anlageklassen wie Private Equity Vorschub geleistet haben.

Und alternative Investments sind auch längst kein Nischenmarkt mehr. Einer Preqin-Prognose zufolge soll das gesamte verwaltete Vermögen der Branche bis Ende 2027 einen Wert von gut 23 Mrd. US-Dollar erreichen. Das entspricht einem Wachstum von rund 70 Prozent seit 2021! Das zeigt ja mehr als deutlich, wie gefragt diese Anlageformen mittlerweile sind.

Sie hatten es gerade erwähnt: Sie führen ein Finanzunternehmen in Zürich, das im Bereich der alternativen Investments aktiv ist. Wie sieht Ihre Tätigkeit aus?

Artan Qelaj: Ich habe mich mit meinem Unternehmen in Zürich auf eine ganz spezielle Form der alternativen Anlagen fokussiert: auf Private Equity. Wir vermitteln Private-Equity-Beteiligungen an interessanten und aussichtsreichen Unternehmen vorzugsweise in der Gesundheitsbranche. Private Equity kann man sich als das private Gegenstück zu börsenkotierten Aktien vorstellen, nur werden diese eben nicht an der Swiss Exchange oder anderen öffentlichen Handelsplätzen ge- und verkauft.

Sie hatten vorhin von der „Demokratisierung“ von Private Equity gesprochen. Was meinen Sie damit?

Artan Qelaj: Früher waren alternative Assets wie Private Equity vorwiegend institutionellen Investoren vorbehalten. Wir reden hier also von Großanlegern wie Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen oder Staatsfonds. Für die Zugangsbeschränkung sorgten vor allem hohe Mindestanlagesummen, oft im Millionenbereich. Diese stellten für private Anleger, die äußerst Vermögenden einmal ausgenommen, eine unüberwindbare Hürde dar. Mit meinem Private-Equity-Unternehmen in Zürich bin ich Teil einer Branche, die das ändert und auch Privatanlegern den Zugang zu den spannenden Renditen und den vielseitigen Diversifizierungsmöglichkeiten der privaten Märkte ermöglicht.

Herr Qelaj, vielen Dank für das Gespräch.

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Quelle: ots

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